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Cash ist fesch.

Liquidität sichern, Kosten senken, Zukunft gestalten.

In wirtschaftlich turbulenten Zeiten entscheidet kluges Kosten- und Liquiditätsmanagement über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Wer diese Herausforderung meistert, legt das Fundament für Stabilität und Wachstum.

Kostenreduktion und Liquiditätssteigerung haben gerade jetzt Priorität.

Inflation, steigende Zinsen, schwächere Nachfragen sowie geopolitische Unsicherheiten setzen Unternehmen massiv unter Druck. Gewinne auf dem Papier helfen wenig, wenn die Liquidität nicht ausreicht. Doch wie können Unternehmen gezielt gegensteuern?

Die Faktenlage ist eindeutig.

Kosten explodieren durch höhere Rohstoffpreise, steigende Energie- und Personalkosten, während Zinsanstiege der letzten Jahre die Finanzierung deutlich verteuern und den finanziellen Spielraum einengen. Als Folge davon und der stark rückläufigen Profitabilität ist die Liquidität vieler Unternehmen auf ein kritisches Niveau gesunken. Laut einer Studie des IOSR Journal of Business and Management gehören Kostenmanagement und Working-Capital-Effizienz zu den Top-Prioritäten des Managements.

Fehlende Liquidität blockiert nicht nur die strategische Beweglichkeit, sondern hemmt auch Innovation und Investitionen. Unternehmen, die ihre Liquidität aktiv managen, bleiben hingegen handlungsfähig und flexibel – ein klarer Wettbewerbsvorteil in unsicheren Zeiten.

Kosten senken: Effizienz steigern & Ressourcen sinnvoll nutzen.

Ein zentraler Ansatzpunkt zur Kostensenkung liegt im strategischen Einkauf und Lieferantenmanagement. Hier können Unternehmen durch gezielte Verhandlungen, globale Ausschreibungen und Lieferantenbündelung deutliche Preisvorteile erzielen. Digitale Tools zur Ausgabenanalyse helfen, versteckte Kosten sichtbar zu machen und Einsparungspotenziale systematisch zu nutzen.

Im Personalbereich sind pauschale Kürzungen selten der richtige Weg. Stattdessen sollten Unternehmen auf Prozessoptimierung, funktionsübergreifende Teams und strukturelle Anpassungen setzen, um die Produktivität gezielt zu steigern. Auch Fluktuation kann bewusst zur Kostensenkung genutzt werden, indem nicht jede Stelle sofort nachbesetzt wird, sondern der Bedarf kritisch geprüft wird.

Prozessoptimierung und Digitalisierung spielen eine entscheidende Rolle, um Ineffizienzen zu eliminieren. Durch das Nutzen von KI und die Optimierung mithilfe von Lean-Management-Methoden lassen sich nicht nur Kosten senken, sondern auch die Flexibilität und Geschwindigkeit steigern.

Bei Sachkosten und Infrastruktur gilt es, laufende Verträge – etwa im Energiebereich oder bei externen Dienstleistern – kritisch zu überprüfen und die Budgets konsequent an den strategischen Zielen auszurichten. Investitionen sollten grundsätzlich einem klaren Return On Investment-Ansatz mit strengen Mindestanforderungen an die Amortisationszeit folgen. Projekte mit geringer Wertschöpfung können verschoben werden, während kritische Innovationsprojekte gezielt abgesichert werden müssen.

Die Kunst im Krisenmanagement? Nicht nur sparen, sondern gezielt investieren.

Moritz Moelle, Geschäftsführer SHS

Liquidität sichern: Working-Capital-Strategien für die Praxis.

Forderungsmanagement optimieren

Ein wesentlicher Hebel, um die Liquidität im Unternehmen zu stärken, ist ein straffes Forderungsmanagement. Unternehmen sollten dabei ihre Rechnungsstellung beschleunigen, Mahnprozesse automatisieren und möglichst kurze Zahlungsziele setzen.

In einem konkreten Fall konnte ein Unternehmen die Durchlaufzeit zwischen Rechnungslegung und Zahlungseingang um zwei Wochen verkürzen – ein klarer Zugewinn für den Cashflow. Ergänzend kann Factoring genutzt werden, um offene Rechnungen direkt in Liquidität zu verwandeln – aber nur dort, wo sich Aufwand und Kosten auch wirklich rechnen.

Zahlungsziele strategisch einsetzen

Gleichzeitig ist es wichtig, auch auf der Ausgabenseite gezielt zu steuern. Zahlungsziele sollten dabei nicht nur verhandelt, sondern auch konsequent genutzt werden – immer mit Blick auf eine stabile Lieferantenbeziehung.

Ein Unternehmen konnte beispielsweise durch einen neu aufgesetzten Rahmenvertrag mit dem wichtigsten Lieferanten erreichen, dass sich das Zahlungsziel von 30 auf 60 Tage verlängert – ohne Zusatzkosten. Das verschaffte dem Betrieb spürbar mehr finanziellen Spielraum und entlastete den Cashflow nachhaltig.

Lagerbestände kapitalbewusst steuern

Ein weiteres zentrales Thema ist die Optimierung der Lagerbestände. Wer seine Absatzplanung verbessert und präzisere Forecasts nutzt, kann Lagerbestände gezielter steuern und die Kapitalbindung deutlich reduzieren. Zeitgemäße Verfahren wie Just-in-Time oder Kanban helfen dabei, nur das zu lagern, was wirklich gebraucht wird.

In einem Unternehmen führte die Einführung eines Kanban-Systems in der Fertigung zu einem Rückgang der Bestände um 18 % – das sparte jährlich nicht nur eine Viertelmillion an Lagerkosten, sondern erhöhte den Liquiditätsspielraum um über € 3 Millionen. Ergänzend sollte die Produktion so ausgerichtet sein, dass sie nicht nur effizient, sondern auch kapitalbewusst arbeitet – mit möglichst wenig gebundenem Geld im System.

Fertigungsprozesse liquiditätsfreundlich gestalten

In einem weiteren von uns beratenen Industrieunternehmen konnte die Durchlaufzeit der Fertigungsaufträge halbiert werden. Dadurch wurde nicht nur die Liquidität erheblich verbessert, sondern auch die Gefahr der Entmodung in einem stark saisonalen Geschäft deutlich reduziert – und gleichzeitig die Produktivität spürbar gesteigert. Darüber hinaus kann jetzt auf Kundenwünsche flexibler reagiert werden.

Transparenz durch Kennzahlen und digitale Tools

Ein robuster Kennzahlenrahmen ist ebenfalls entscheidend, um Liquidität gezielt zu steuern. Digitale Dashboards, die alle relevanten Daten in Echtzeit anzeigen, schaffen Transparenz und ermöglichen es, frühzeitig auf Engpässe zu reagieren.

In einem Praxisfall zeigte ein Live-Dashboard die Zahlungsflüsse nach Produkten, Kunden und Lieferanten auf – inklusive offener Forderungen, Verbindlichkeiten und Lagerreichweiten. Dadurch wurden drohende Engpässe sofort sichtbar, und es konnten gezielte Maßnahmen eingeleitet werden.

Besonders wirksam wird das Ganze, wenn moderne KI-Lösungen eingebunden sind: Sie verbessern die Vorhersagequalität deutlich und helfen, Bestände sowie Zahlungsströme noch präziser zu planen.

Handlungsempfehlungen für das C-Level:

  1. Cash-Kultur etablieren
    Liquidität als Führungsaufgabe verankern und mit gutem Beispiel vorangehen.
  2. Rollierende Planung
    Ein 13-Wochen bzw. 3 Monats-Cash-Forecast schafft Transparenz.
  3. Bereichsübergreifendes Team
    Einkauf, Finanzen, Vertrieb und Produktion vernetzen und gemeinsam Ziele setzen.
  4. Effiziente Software einsetzen
    Automatisierung und KI-Potenziale nutzen.
  5. Kontinuierliche Kostenanalyse
    Zero-Base-Budgeting für eine kritische Überprüfung aller Kostenpositionen.
  6. Zukunftsorientierte Investitionen
    Effizienz- und Effektivitätsprojekte gezielt fördern.
  7. Strategisch sparen
    Keine Schnellschüsse – Fokus auf nachhaltige Maßnahmen.

SHS-Fazit

Die Zeichen stehen auf Sturm. Doch kluges Liquiditäts- und Kostenmanagement schafft Stabilität. Wer die Stellhebel nutzt und strukturiert handelt, bleibt konkurrenzfähig und gestaltungsfähig. Jetzt die Weichen richtig stellen: Cash ist nicht nur fesch – Cash ist für Ihr Unternehmen überlebenswichtig!

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